Nachlese

Aufgefallen ist .....

...dass es trotz der im Vorfeld furchteinflößenden Ansagen zur Sicherheit eine sehr
   entspannte Atmosphäre war. Nix mit Hochsicherheitstrakt und so....

...es erstaunlich viele technische Wehwehchen gab. 

...der Wettergott diesmal auf unserer Seite war. (Wohl so ne Art Ausgleich für den 
   Sachsenring 2002 ) 

...die Siegerehrung eher einem Familienfest glich. Aber im Gegensatz zu manchen 
   Familienfesten richtig nett war.

...die Jule endlich auch mal wieder "sausen" durfte.

...kleine Käferlein ganz schön zügig sein können.

...Sven dem ein oder anderen richtig quer kam.

...im Hotel ein klares Qualitätsgefälle zwischen Küche und einigen Damen des Service
   herrschte.

...Helmut (wie am Sachsenring oder vor Jahren am Lausitzring) mal wieder ein Foto
   mit Jule und Geschwindigkeitsangabe vom Landkreis erhält....
   ( §$$%$/(/&%  - immer ich und dann keiner mehr. Helmut )

...Der Cateringservice (von ATP bestellt!!) am Samstagmorgen zeitgleich mit Sven, Wolfgang
   und Helmut an der Strecke eintraf. Um 7:00 Uhr Begrüßungsgetränke, obwohl den Jungs 
   unser Zeitplan ( 1. Pause um 10 Uhr ) seit Wochen vorlag???!!!!

...dazu passt der : " Es gibt, laut Klaus Rotermund,  keine Ostfriesenwitze.....
    alle Schilderungen sind die reine Wahrheit und bitterernst." 

...Wir am Samstag nach der Rückfahrt von der Strecke schon eine "Suchaktion Otto"
    starten wollten.
   ( Otto war mehr als 45 Minuten überfällig, weil er hinter einem Traktor feststeckte !)

...Es uns allen vom Stab mal wieder richtig Freude gemacht hat, wir in der Zusammensetzung 
   ausgezeichnet harmonieren und im Nachhinein sehr froh sind, dass wir ATP nicht, angesichts
   der niedrigen Teilnehmerzahl und der vielen Probleme im Vorfeld, abgesagt haben.

...Olli endlich auch mal was vergessen hat!

Dies war ja unsere erste Veranstaltung auf dem ATP Gelände und wir dachten, es sei ganz nett, wenn die Nachbetrachtung diesmal von Teilnehmerseite käme. Im folgenden haben Michael Waschelitz ( Wiederholungstäter ) und Janine Waskönig (Erstteilnehmerin ) ihre Eindrücke von dieser Erstveranstaltung niedergeschrieben.


Ganz  herzlichen Dank für die netten Zeilen. Helmut & Birgit



Der ATP Lehrgang für Klassiker aus der Sicht eines "Wiederholungstäters"

>>Rückblick Fahrerlehrgang ATP Papenburg September 2005
Rennstrecken in der näheren Umgebung sind selten und teuer.
Dennoch ist es Helmut Lung geglückt, das Testgelände in Papenburg,
welches der originalgetreue Nachbau des kleinen Kurses Hockenheim
mit allen Gefällstrecken und Steigungen bis hin zum Asphaltbelag ist,
für den 24. und 25 September zu buchen.
Nach anfänglichen Verunsicherungen bzgl. der strengen Auflagen – Rauchverbot,
keine Photoapparate, keine Kinder, nicht in die Heide pinkeln,
- entspannte sich die Lage im Hochsicherheitstrakt rasch, als sich Teilnehmer
und Personal kennengelernt hatten.
Überraschend auch das Engagement und die Hilfsbereitschaft der vermeintlich so
sturen Ostfriesen, man wurde wirklich in jeder Situation eines Besseren belehrt.
( Auf diesem Weg Dank an : Klaus, Wolfgang, Dominic, Markus und Elke.)
Doch zurück zum eigentlichen Thema:
In gewohnt entspannt–souveräner Manier vermittelten die Instruktoren
sowohl den „Mehrfachtätern“ als auch den Erstteilnehmern Tipps und Kniffe zum schnellen
und sicheren Autofahren. Das Programm wurde dieses Jahr erstmalig geändert,
so dass die Wiederholer mehr Zeit im freien Fahren verwenden konnten,
den Erstteilnehmern viel Zeit zur Kurvendiskussion gewidmet wurde –
eine begrüßungswerte Neuerung.
Erstaunlich, aber auch belebend ist die Erkenntnis, dass Papenburg nicht unbedingt
die Strecke der Hubraum- und PS- starken Boliden ist, sondern auch leistungsschwächere
4-Zylinder durchaus imstande sind, dagegenzuhalten.
(besonders die Damenfraktion verfolgt das Prinzip: learning by doing.)
Fazit des Lehrgangs: - Einsteiger lernen viel -
Routiniers können Tipps von alten Hasen abstauben. - Die gegenseitige
Hilfsbereitschaft und Fairness zwischen den Teilnehmern ist bemerkenswert
- Der Ausklang beim Abendessen und ggf. an der Bar lässt viel Raum für Benzingeflüster
und Unterhaltung. Wieder einmal eine rundum gelungene Veranstaltung
– Vielen Dank an Helmut und sein Team.

Michael Waschelitz 1. Vorsitzender „IG Hard Breaker“<<

 

Erfahrungsbericht einer Erstteilnehmerin an einem Klassikerfahrtraining 
mit einem Käfer in Papenburg auf der ATP- Strecke

Mein Vater hatte mir dieses Training geschenkt, da er selber leider keine Zeit hatte
daran teilzunehmen.
Nun, da ich sehr gerne autofahre habe ich mich besonders auf dieses Wochenende gefreut.

Nach der Einführungsveranstaltung am Freitagabend habe ich nur gedacht, 
dass kann ja heiter werden,
da ich noch nicht einmal die „Ideallinie",die man auf 
einer Rennstrecke fahren musste kannte. 
Wer nicht wagt der nicht gewinnt!!!

Am nächsten morgen kamen mein Beifahrer (Gerrit Kirchhoff) und ich
auf dem ATP- Gelände an.
Wir wurden in drei verschiedene Gruppen eingeteilt. 
Als wir alle so auf dem Platz standen kamen einige Teilnehmer auf uns zu 
und begutachteten unser Auto. Man muss dazusagen, dass mein Vater mir 
einen alten Käfer mitgegeben hatte.
Der Käfer ist von 1954, nur mit ein paar klitzekleinen Änderungen
Mein Vater hat den Käfer komplett
überarbeiten lassen, und hat ihm ein ganz neues Dasein geschenkt. 
Von außen sieht er aus wie ein ganz normaler alter Käfer, 
aber wenn man sich dann den Motor und das Innenleben 
von dem Käfer anschaut, dann verschlägt es doch vielen die Sprache. 
Der kleine Herbie hat ein Feintuning erhalten, und verfügt jetzt
über einen Porschemotor vom 914’er mit knapp 200 PS 
und ein ganz neues Innenleben mit Käfig. 
Die anderen Teilnehmer waren sichtlich angetan von unserem Auto. 
Wir waren die kleine Überraschungsattraktion der Veranstaltung.

Jetzt ging es los mit den einzelnen Sektionen.
Für uns ging es auf den Nasshandlingparcours.
Da ich das Auto von meinem Vater vorher noch nicht gefahren war,
brauchte ich doch etwas um es kennen zulernen.  
Wir haben uns natürlich direkt mit dem Auto gedreht. 
Es war super gut einmal diese Erfahrung mitmachen zu dürfen, damit man 
wenn man wirklich im Alltagsverkehr mal in so eine Situation kommt weiß,
wie man sich verhalten muss. 
Nicht hektisch mit dem Lenkrad rumkurbeln, sondern Kupplung treten
und richtig auf die Bremse gehen.

In den nächsten beiden Sektionen ist uns erklärt worden, wie man auf einer Rennstrecke 
am besten die Fahrbahn ausnutzt, indem man nämlich versucht eine „Ideallinie" zu fahren. 
Ich musste feststellen, dass es doch leichter gesagt war als getan.
Zum Glück hatte ich einen richtig guten Beifahrer, der mir 
immer geholfen hat.

Dann ging es noch für drei Runden auf die eigentliche Rennstrecke.
(Anm. Gemeint ist das Hochgeschwindigkeitsoval ! Helmut )

Was da auf mich zukam, war bis dahin außerhalb meines 
Vorstellungsvermögens gewesen. Eine Steilkurve die ich dann 
mit 170 km/h bestritten habe. Das war der pure Wahnsinn!!! Vergleichbar war 
dieses Gefühl nur mit Loopingbahnfahren. Man bekommt einen Adrenalinkick 
der besseren Sorte.
Auf der Geraden konnte ich dann einmal kurz richtig Gas geben. 
Dabei habe ich einige Teilnehmer überholen können.
Ich glaube viele inklusive meiner Person waren sich  
vorher nicht bewusst, was für eine Rennmaschine doch dieser Wagen war. 
Jetzt hatte ich glaube ich auch die letzten Teilnehmer von 
diesem Auto überzeugt.

Ich hätte niemals geglaubt wie anstrengend dieses hochkonzentrierte Autofahren 
sein kann. Abends war ich auf jeden Fall ziemlich fertig.

Der Sonntag begann dann wieder mit dem Nasshandlingparcours. 
Dieses Mal sollten wir versuchen zu driften. Wir wurden sogar bewertet. 
Ich glaube die Theorie hatte ich verstanden, aber leider sah die Praxis 
doch etwas anders aus. 
Das Driften habe ich nicht hinbekommen, aber ich glaube man hat zumindest 
meine Versuche gesehen.

Leider fing es danach an zu regnen und ich hätte niemals geglaubt, wie unterschiedlich 
sich doch mein Herbie auf nasser Fahrbahn verhalten würde. 
Ich habe dann einige Pirouetten hingelegt, wobei die spektakulärste war natürlich die, 
die ich vor versammelter Mannschaft hingelegt habe. Na ja, so hat wenigstens jeder 
etwas Spaß an mir und meinen Fahrkünsten gehabt.

Nach diesen ganzen Drehereien war ich ziemlich fertig.
Ich hatte jetzt richtig Respekt vor dem Auto 
und der letzten Abschlussprüfung. 
Kneifen gilt nicht habe ich mir dann gesagt,
und bin dann doch angetreten. 
Ziel war es für mich jetzt diese letzte Prüfung
doch bitte ohne Dreher hinzubekommen. 
Leider hat es nicht ganz geklappt.
Doch die letzten drei Runden waren glaube ich ganz gut.

Trotzdem konnte ich danach einfach nicht mehr.
Wir haben uns dann von allen verabschiedet,
und uns gen Heimat aufgemacht.
Dass ich hinterher sogar Siegerin aus meiner Gruppe war,
hätte ich nie gedacht.
Darüber habe ich mich ganz besonders gefreut.

Dieser Lehrgang hat mir und meinem Beifahrer sehr gut gefallen.
Ich habe sehr viel dazugelernt.
Ich möchte mich auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich 
bei dem ganzen Betreuungsteam bedanken.
Es hat sehr viel Spaß gemacht!!!

Janine Waskönig ( Erstteilnehmerin auf VW Käfer )